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CLARITY Act passiert Senats-Bankenausschuss – drei Hürden noch offen: Was bedeutet das für USDT-Kartennutzer?

2026-05-23

Kernfakten

Der US-amerikanische CLARITY Act (Digital Asset Market Structure Act) wurde am 14. Mai 2026 mit 15 Ja-Stimmen und 9 Nein-Stimmen vom Senats-Bankenausschuss verabschiedet und tritt nun in die Vollversammlung des Senats ein. Dies ist der erste substanzielle Fortschritt seit dem Ausschuss, nachdem das Gesetz im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen parteiübergreifend im Repräsentantenhaus verabschiedet worden war und seitdem rund zehn Monate im Senat geruht hatte. Das Krypto-Risikokapitalunternehmen MEXC Ventures wies in seinem jüngsten Bericht darauf hin, dass die Ausschussverabschiedung erst der Anfang sei – das tatsächliche Schicksal des Gesetzes hänge von drei Hürden ab: dem 60-Stimmen-Quorum im Senat, dem parteiübergreifenden Streit über Vorschriften zur Verhinderung von Interessenkonflikten des Präsidenten und hochrangiger Beamter sowie der inhaltlichen Abstimmung mit einer Parallelversion des Senats-Landwirtschaftsausschusses. Laut Tokenpost-Bericht sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung vor den US-Zwischenwahlen 2026 erheblich, wenn auch nur eine dieser Hürden nicht genommen wird.

Redaktionelle Einschätzung · Konkrete Auswirkungen für USDT-Kartennutzer

Der Kern des CLARITY Act besteht darin, digitale Assets klar in zwei Regulierungsrahmen einzuteilen – CFTC (Rohstoffe) und SEC (Wertpapiere) – und einen eigenständigen Compliance-Pfad für Stablecoin-Emittenten zu schaffen. Für Nutzer von USDT-Virtualkarten hat dies kurzfristig keinerlei direkte Auswirkungen, mittel- bis langfristig sind jedoch zwei Dimensionen relevant:

Erstens: Die Richtlinien der Kartenanbieter für US-Adressen / US-IP / US-BIN könnten sich weiter verschärfen oder lockern. Derzeit ist die US-Direct-Variante von MPCard bereits ausgesetzt, und die Ausgabe der Coinbase Card im US-amerikanischen Markt ist seit Langem von der SEC und den Regulierungsbehörden der Bundesstaaten beeinflusst. Sollte der CLARITY Act im Jahr 2026 verabschiedet werden, würde der von der CFTC dominierte Pfad für „digitale Rohstoffe” USDT und ähnlichen Dollar-gebundenen Stablecoins bei grenzüberschreitenden Zahlungsabrechnungen eine klarere Rechtsgrundlage verleihen – das würde Kartenanbietern die Möglichkeit eröffnen, US-Produkte neu aufzulegen. Scheitert das Gesetz, bleibt der Status quo (Dominanz asiatisch-pazifischer Leitungen) bestehen.

Zweitens: Karten, die asiatisch-pazifische Nutzer aktuell besitzen, sind nicht betroffen. Produkte wie MPCard Asia Elite, Bybit Card und OKX Card, die mit asiatisch-pazifischen Konten, asiatisch-pazifischen BINs und asiatisch-pazifischen IPs arbeiten, laufen über Clearingwege, die nicht der US-amerikanischen SEC/CFTC-Zuständigkeit unterliegen. Die aktuellen Gesetzgebungsfortschritte ändern nichts an ihrer Verfügbarkeit. Innerhalb von 7, 30 oder gar 90 Tagen werden Abbuchungen, Abonnements und Limits normaler Nutzer durch diese Nachricht nicht verändert.

Wer sich fragt, ob die direkte Kartenausgabe für den US-Markt zurückkehren wird, kann in unserer umfassenden Top-5-Liste 2026 nachlesen, welche Ausgaberegionen die einzelnen Karten abdecken.

Historischer Vergleich

Die aktuellen Gesetzgebungsfortschritte lassen sich besser einordnen, wenn man sie in eine Zeitachse einbettet:

Auswirkungen auf regulatorische Compliance

Das Ziel des CLARITY Act ist genau die Beseitigung der aktuellen rechtlichen Graubereiche. Derzeit gilt für Krypto-Zahlungskarten in den USA: Nicht ausdrücklich verboten, aber Kartenanbieter müssen in jedem Bundesstaat einzeln eine Money Services Business (MSB)-Lizenz beantragen und sich auf Bundesebene bei FinCEN registrieren. Diese Kombination aus hohen Compliance-Kosten und regulatorischer Unsicherheit ist der Hauptgrund dafür, dass sich die direkte US-Kartenausgabe in den letzten 18 Monaten weitgehend zurückgezogen hat.

Nutzer in den USA sollten die Aktualisierungen des US-Compliance-Leitfadens im Blick behalten – wir werden diesen umfassend aktualisieren, sobald das Gesetz in die Vollversammlungsabstimmung geht. Für Nutzer, die sich außerhalb der USA befinden, aber eine US-Adresse angegeben haben, ist der sicherste Weg derzeit weiterhin virtuelle Karten über asiatisch-pazifische Leitungen. Eine Erklärung der Leitungsunterschiede findet sich unter Was ist eine U-Karte.

Wichtige Entwicklungen, die es zu beobachten gilt

  1. Juni–Juli 2026: Ob der Senat eine Plenardebatte und -abstimmung ansetzt. Steht der CLARITY Act bis Ende Juli nicht auf der Tagesordnung, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung noch in diesem Jahr erheblich.
  2. Überarbeitete Version der Interessenkonflikt-Klausel: Die Demokraten fordern eine Klausel, die amtierenden Präsidenten und unmittelbaren Familienmitgliedern das Halten oder Ausgeben von Krypto-Assets untersagt; die Republikaner lehnen dies ab. Ohne Einigung in diesem Punkt sind 60 Stimmen praktisch unerreichbar.
  3. Fortschritt des Parallelgesetzentwurfs im Senats-Landwirtschaftsausschuss: Die Erweiterung der CFTC-Regulierungsbefugnisse erfordert eine Zusammenführung der Versionen des Landwirtschafts- und des Bankenausschusses – das Zeitfenster dafür liegt im dritten Quartal 2026.
  4. US-Zwischenwahlen im November 2026: Wird das Gesetz vor den Wahlen nicht verabschiedet, muss der neue Kongress den Prozess von vorne beginnen, was den Gesamtzeitplan um 12–18 Monate nach hinten verschiebt.

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