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CLARITY Act: Juli-Wegscheide bei indirekten Stablecoin-Zinsen – USDT-Karten-Ertragsklauseln offen

2026-06-15

Das Gesetzgebungsverfahren zum amerikanischen Kryptomarktstrukturgesetz CLARITY Act (Hausversion H.R.3633, 119. Kongress) gewinnt an Fahrt. Einem Bericht des koreanischen Analysehauses Tiger Research zufolge – weitergegeben von der koreanischen Medienplattform Tokenpost, von usdtcard nicht unabhängig verifiziert –, soll ein Kompromiss bei der umstrittensten Klausel erzielt worden sein: „Passive Zinsen”, die allein durch das Halten von Stablecoins entstehen, sollen demnach verboten werden; Belohnungen, die an konkrete „Aktivitäten” wie Abwicklung, Transaktionen oder Staking geknüpft sind, könnten hingegen erlaubt bleiben. Der Bericht urteilt, dass der US-amerikanische Kryptoregulierungsrahmen bis Juli weiter Kontur gewinnen könnte.

Zunächst muss eine Sache klargestellt werden, da sie im letzten Leserfeedback als Verwechslungspunkt auftauchte: CLARITY Act und GENIUS Act sind zwei verschiedene Gesetze. Der GENIUS Act (S.1582) regelt ausschließlich die Ausgabe von Stablecoins und deren Reservepflichten; der CLARITY Act (H.R.3633) ist breiter angelegt und zielt darauf ab, die Zuständigkeiten von SEC (Wertpapieraufsicht) und CFTC (Rohstoffaufsicht) für verschiedene Krypto-Assets klar abzugrenzen. Der in diesem Artikel behandelte „Kompromiss bei indirekten Zinsen” betrifft die Marktstrukturebene. Für den tatsächlichen Verfahrensstand gilt die H.R.3633-Seite auf Congress.gov als maßgebliche Primärquelle – die von den koreanischen Medien erwähnte „Änderung vom 14. Mai” ist eine Sekundärwiedergabe, die wir im Originaltext nicht Wort für Wort prüfen konnten; Leser sollten eigenständig eine Gegenüberprüfung vornehmen.

Was das für USDT-Kartennutzer bedeutet

Unmittelbar betroffen ist nicht die Kartenzahlung selbst, sondern die Ertragsqualität des hinter der Karte liegenden Stablecoin-Guthabens.

Zeitfenster-Einschätzung (nachfolgend redaktionelle Einschätzung, kein Gesetzestext):

Wer USDT-Karten vergleicht, findet Orientierung unter Top-5-USDT-Karten 2026 und Niedriggebühren-Kartenvergleich – je nachdem, ob der Schwerpunkt auf „Zahlung” oder „Ertrag” liegt.

Historischer Vergleich

Dieser Kompromiss unterscheidet sich von den beiden vorangegangenen Ereignissen.

Gemeinsamkeit: Beide Entwicklungen schränken die Grauzone „Kann ein Stablecoin wie eine Einlage Zinsen abwerfen?” weiter ein. Unterschied: Diesmal läuft es über ein Gesetzgebungsverfahren; einmal verabschiedet, bietet es mehr Rechtssicherheit als ein Präzedenzfall.

Compliance-Grenzen: Wo die Linie heute verläuft

US-Nutzer sollten vorrangig den US-Compliance-Leitfaden lesen. Nutzer im asiatisch-pazifischen Raum folgen anderen Leitungen sowie anderen Steuer- und Regulierungslogiken; bitte die jeweiligen Leitfäden konsultieren: Hongkong-Compliance, Japan-Compliance und Singapur-Compliance. Das US-amerikanische „Zinsverbot” sollte nicht pauschal auf asiatisch-pazifische Konten übertragen werden.

Wichtige Meilensteine, die es zu beobachten gilt

  1. Juli: Der von den koreanischen Medien genannte gesetzgeberische „Wendepunkt”. Den tatsächlichen Statuswechsel bitte direkt im Congress.gov H.R.3633 unter dem Reiter „Actions” verfolgen – nicht über Sekundärquellen.
  2. Gemeinsame SEC/CFTC-Erklärung: Sobald Zuständigkeitsgrenzen gesetzlich fixiert sind, veröffentlichen beide Behörden üblicherweise ihre Vollzugsauslegung.
  3. Nutzungsbedingungen der US-Kartenanbieter: Änderungen an der „Rewards / Interest”-Formulierung bei Coinbase- und Circle-Produkten sind das früheste Indiz für die Umsetzung.
  4. Koordination von GENIUS Act und CLARITY Act: Wenn beide Gesetze zeitversetzt in Kraft treten, kann eine Übergangsphase entstehen, in der Reservepflichten bereits geregelt, Vermögensklassifizierungen aber noch offen sind.

Redaktionsempfehlungen

Wir führen keine unabhängigen On-Chain-Tests durch und treffen keine Vorhersagen über Gesetzgebungsergebnisse. Alle in diesem Artikel genannten Zeitfenster von „30/90 Tagen” sind redaktionelle Einschätzungen und wurden an jeder Stelle als solche gekennzeichnet; die inhärente Unsicherheit der Faktenteile wurde ebenfalls explizit ausgewiesen – das ist der Sinn der Trennung zwischen Sekundärbericht und Primärgesetzestext.