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Können US-Nutzer eine USDT-Karte beantragen?

Ja, aber die Auswahl ist begrenzt. US-Einwohner können nur Anbieter nutzen, die über eine FinCEN-MSB-Registrierung und die entsprechende staatliche Money Transmitter License (MTL) verfügen – etwa Karten von Crypto.com oder Coinbase. Vollständiges KYC (inkl. SSN-Verifizierung) ist Pflicht. Bybit, OKX und Bitget bedienen den US-Markt ausdrücklich nicht.

Einige US-Nutzer können eine USDT-Karte erhalten, doch der Weg ist deutlich enger als in anderen Regionen. Entscheidend ist nicht, ob USDT konform ist, sondern ob der Kartenanbieter über eine FinCEN-MSB-Registrierung sowie eine Money Transmitter License (MTL) für den jeweiligen Bundesstaat verfügt. Beide Voraussetzungen müssen gleichzeitig erfüllt sein. Darüber hinaus müssen US-Nutzer ein vollständiges KYC durchlaufen – inklusive SSN, Adressnachweis und gelegentlich einem W-9-Formular – was deutlich aufwendiger ist als für Nutzer in Südostasien oder Lateinamerika.

Welche Anbieter den US-Markt bedienen

Die wichtigsten USDT- bzw. Krypto-Kartenanbieter, die den US-Markt bedienen, sind:

Welche Karten den US-Markt ausdrücklich ausschließen

Folgende Anbieter listen die USA in ihren Nutzungsbedingungen ausdrücklich als eingeschränkte Rechtsordnung – die Kontoeröffnung durch US-Einwohner verstößt gegen die jeweiligen ToS:

Der Versuch, diese Sperren per VPN und ausländischer Adresse zu umgehen, fällt in den Bereich /risks/sanctions – bei einer Risikoprüfung droht im besten Fall eine Kontosperrung, im schlimmsten Fall eine dauerhafte Schließung ohne Widerspruchsmöglichkeit.

Was US-Nutzer zusätzlich beachten sollten

  1. Steuermeldepflicht: Jede Transaktion mit einer USDT-Karte kann aus Sicht des IRS eine „Veräußerung von Kryptowerten” darstellen und muss auf dem Formular 8949 erfasst werden. Das unterscheidet sich erheblich von der Situation in anderen Ländern.
  2. Bundesstaatliche Unterschiede: New York, Texas und Kalifornien haben die umfangreichsten Einschränkungen. Prüfen Sie vor der Karteneröffnung, welche Produkte des Anbieters in Ihrem Bundesstaat verfügbar sind.
  3. Entwicklung der Stablecoin-Gesetzgebung: Seit 2025 schreitet die US-Regulierung für Stablecoins kontinuierlich voran. Die von Anbietern unterstützten Stablecoins können sich künftig ändern. Eine Regulierungsübersicht finden Sie unter /compliance/us.

Redaktionelle Empfehlung

Empfehlenswert: Als US-Einwohner prüfen Sie zunächst auf /compliance/us, welche Anbieter in Ihrem Bundesstaat zugelassen sind, und schließen Sie dann das KYC auf /cards/coinbase-card oder /cards/crypto-com-visa ab. Halten Sie jede Transaktion für steuerliche Zwecke fest.

Nicht empfehlenswert: Registrieren Sie sich nicht per VPN bei Anbietern wie Bybit oder OKX, die den US-Markt ausschließen – die eingesparten Monatsgebühren decken bei weitem nicht den Schaden eines gesperrten Kontos. Vertrauen Sie auch keiner Karte, die „US-kompatibel, ohne KYC” verspricht – solche Produkte bewegen sich nahezu durchweg am Rand von /risks/regulatory-freeze.

Einen Überblick zur Verfügbarkeit in anderen Regionen finden Sie unter Welche Länder unterstützen USDT-Karten.

FAQ

Q. Können US-Nutzer die Bybit Card verwenden?
Nein. Bybit bedient US-Einwohner ausdrücklich nicht. Sowohl IP-Adresse als auch KYC werden blockiert, und die Bybit Card ist für US-Nutzer nicht beantragbar.
Q. Funktioniert die Registrierung bei einem nicht-US-Anbieter per VPN?
Redaktionelle Einschätzung: Nicht empfehlenswert. Bei Entdeckung drohen Kontosperrung und dauerhafter Ausschluss. Zudem besteht der Verdacht auf Verstöße gegen US-Sanktionsvorschriften und Steuermeldepflichten.
Q. Welche US-Bundesstaaten haben die stärksten Einschränkungen?
New York (BitLicense), Texas, Kalifornien und Washington State haben die strengsten Regelungen. In diesen Bundesstaaten sind verfügbare Produkte und Limits bei den meisten Anbietern deutlich eingeschränkt.

Sources